Im Rahmen der Umstrukturierung unserer Erzdiözese werden am 1. September 2019 die jetzigen drei Seelsorgebereiche des Dekanates Coburg aufhören zu existieren und die Pfarreien des Dekanates Coburg einen neuen, gemeinsamen Seelsorgebereich bilden. Ihm werden ca. 20.000 Gläubige auf gut 600 qkm angehören.

Wie die jetzigen Seelsorgebereiche einen SeelsorgeBereichsRat bzw. einen „Gemeinsamen Pastoralausschuss“ haben, um wichtige Fragen der Pastoral (= Seelsorge) zu besprechen und zu entscheiden, so wird auch der künftige Seelsorgebereich ein solches Gremium haben. Um diesen SeelsorgeBereichsRat von den bestehenden Gremien zu unterscheiden, trägt er den Zusatz „Übergang“, in Kurzform „SBR(Ü)“, und wird auch Übergangsgremium genannt. Dies bleibt so, bis 2022 in den neuen Strukturen neu Seelsorgebereichsrat bzw. Pfarrgemeinderäte gewählt werdem.

Im Herbst wird das Übergangsgremium seine eigentliche Arbeit aufnehmen. Die Diözesanleitung hat aber entschieden, die Übergangsgremien schon im Vorfeld aktiv werden zu lassen, um sie in die Entscheidungsprozesse auf dem Weg zu den neuen Seelsorgebereichen aktiv einzubinden.

Dem Übergangsgremium gehören an: a) Vertreter aus den Pfarreien – je angefangene 1000 Gläubige ein Vertreter: 25 Personen; b) hauptamtliche Seelsorger in der Zahl der im Stellenplan vorgesehenen Stellen: 8 Personen; c) Vertreter der Verbände, einschließlich Caritas und Jugend: 6 Personen. Das ergibt insgesamt 39 Mitglieder.

Erste Aufgabe des Übergangsgremiums war, zwei Voten abzugeben: a) Name des künftigen Seelsorgebereiches; b) Ort des Verwaltungssitzes (dort wird der Verwaltungsleiter sitzen, der den Leitenden Pfarrer des Seelsorgebereiches und die Kirchenverwaltungen vor Ort in Verwaltungsfragen entlasten soll). Für diese beiden Fragen waren auch die restlichen Mitglieder des Hauptamtlichenteams hinzuzuziehen, ferner Vertreter der Kirchenverwaltungen.

So kam das erweiterte Übergangsgremium am 25. Februar zusammen, um über die beiden genannten Fragen zu beraten und je ein Votum an die Bistumsleitung abzugeben. Beim Namen entschied man sich für „Coburg Stadt und Land“ (39 Stimmen; Vorschlag „Coburg“: 5 Stimmen; eine Enthaltung).

Beim Verwaltungssitz fiel die Wahl auf Coburg St. Marien (27 Stimmen; St. Augustin: 17 Stimmen; eine Enthaltung). Dieses Votum ging dann an den Fachausschuss „Pastorale Strukturen“ des Erzbistums; das letzte Wort hat die Bistumsleitung.

Den Auftrag „Kennenlernen im neuen Seelsorgebereich“ aufgreifend, hat der SBR(Ü) beschlossen, dass sich in den nächsten Sitzungen dieses Gremiums die einzelnen jetzigen Seelsorgebereiche vorstellen. Den Anfang hat am 25. März „Ebersdorf – Neustadt – Rödental“ gemacht, am 6. Mai folgte „Coburg – Stadt und Land“, nach Pfingsten dann „Seßlach“. Dies wird helfen, sich mit den Herausforderungen und Chancen vertraut zu machen, die wir dann ab September gemeinsam angehen werden.

Ab September sind wir dann in der Umsetzungsphase, mit denen sich Begriffe wie (neues) „Pastoralkonzept“ und „Gemeinsame Pfarrverwaltung“ verbinden; auch in der Kindertagesstättenverwaltung wird sich eines tun, um die einzelnen Pfarreien und Kirchenverwaltungen zu entlasten und den gestiegenen Anforderungen und staatlichen Vorgaben Rechnung zu tragen.

Die Errichtung der neuen Seelsorgebereiche zum 1. September markiert daher zwar einen wichtigen, entscheidenden Punkt – die Arbeit ist aber noch lange nicht getan. Bis Sommer 2022 sollen dann die neuen Konzepte und Strukturen stehen.

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