Seit 1. September 0:00 Uhr leben wir – was die Strukturen im Erzbistum Bamberg anbelangt – in einer neuen Realität. Per Dekret hat Erzbischof Dr. Ludwig Schick die bestehenden Seelsorgebereiche, Dekanate und Regionen aufgelöst, gleichzeitig hat er neue Seelsorgebereiche und Dekanate errichtet; die Ebene der Regionen entfällt künftig.

So wurde auch das bisherige Dekanat Coburg aufgelöst, gleichzeitig ein neues Dekanat Coburg errichtet – nun aber in den Grenzen der ehemaligen Dekanate Coburg und Lichtenfels. Bis zur Wahl eines Dekanes übernimmt Pfr. Lars Rebhan (Marktgraitz), der bisherige Dekan des bisherigen Dekanates Lichtenfels, als Interimsdekan die Leitung dieses Dekanates.

Auch die drei bisherigen Seelsorgebereiche des bisherigen Dekanates Coburg wurden aufgelöst: Der Seelsorgebereich Coburg – Stadt und Land ebenso wie die Pfarreiengemeinschaft Seßlach und der Seelsorgebereich Ebersdorf – Neustadt – Rödental, dem wir bisher angehört haben. Die Pfarreien dieser drei ehemaligen Seelsorgebereiche bilden nun alle zusammen den neuen Katholischen Seelsorgebereich Coburg Stadt und Land. Gemeinsamer Verwaltungssitz ist Coburg St. Marien; die bisherigen Pfarrbüros bleiben aber bis auf Weiteres bestehen, auch an den Öffnungszeiten ändert sich nichts.

Zum Leitenden Pfarrer des Kath. Seelsorgebereiches Coburg Stadt und Land wurde Pfarrer Peter Fischer ernannt; sein Dienstsitz bleibt aber bis auf Weiteres Rödental. Bedingt durch den Wechsel von Pfarrer Roland Huth von St. Augustin nach Bamberg als Klinikseelsorger, wird Pfr. Peter Fischer mit Wirkung zum 1. September auch Pfarradministrator von Coburg St. Augustin („Priester vor Ort“ dort wird Kaplan Andreas Stahl, der seinen Dienst am 1. September angetreten hat). Insgesamt stehen 14 hauptamtliche Seelsorgerinnen und Seelsorger für die Gläubigen des neuen Seelsorgebereiches zur Verfügung.

Äußerer Anlass der Sturkturreform ist natürlich der immer deutlicher werdende Mangel an hauptamtlichen pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern insgesamt (nicht nur an Priestern!), der aber auch einer kleiner werdenden Schar an Gläubigen korrespondiert. Zugleich sind die verwaltungstechnischen Herausforderungen (nicht zuletzt durch staatliche Vorgaben) in den letzten Jahren deutlich gestiegen, sodass eine gewisse Bündelung von Aufgaben mehr als sinnvoll erscheint. Auch was die Pastoral anbelangt ergeben die neuen Seelsorgebereiche größere Chancen, Synergien zu nutzen, etwa in der Sakramentenvorbereitung oder in der Erreichbarkeit von Seelsorgern.

Wichtig ist und bleibt aber, dass die Kirche ihren Dienst am Menschen auch in den neuen Strukturen weiterhin als ihre eigentliche Aufgabe begreift.

Die Strukturreform wird auch mit einem Gottesdienst begangen: am Sonntag, 13. Oktober um 10 Uhr in Coburg St. Marien, zu dem alle Gläubigen des Seelsorgebereiches eingeladen sind.